Brandschutz ein heißes Thema
25.000 Mal brennt es etwa jährlich in Österreich, 50 bis 100 Menschen kommen bei Bränden ums Leben, etwa 300 werden schwer verletzt. Die Gesamtschadensumme beläuft sich auf etwa 260 Millionen Euro. 

Obwohl Gewerbe und Industrie zusammen nur knapp über 20% der Brandschäden verursachen, entfallen nahezu 60% der Gesamtschadensumme auf Unternehmen. Der Löwenanteil der jährlichen Brandschäden, nämlich cirka 70%, werden von Landwirtschaften und Privathaushalten verursacht.

Im Falle des Falles ist schnelle und richtige Reaktion gefragt, besser noch ist es aber, die Brandgefahren von vornherein zu minimieren. Der vorbeugende Brandschutz umfasst

  • alle persönlichen Vorkehrungen zur Brandverhütung,
  • alle baulichen und organisatorischen Maßnahmen zur Schadenbegrenzung für den Fall eines Brandes,
  • die Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge zum raschen und gefahrlosen Verlassen von Gebäuden und
  • die Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz.

Unachtsamkeit und mangelnde Kenntnis der Brandgefahren sind vielfach die Ursache von Bränden.

Ordnung und Sauberkeit sind eine grundlegende Voraussetzung für die Brandsicherheit. Brennbare Abfälle, Staub, verschüttete oder in offenen Gefäßen aufbewahrte brennbare Flüssigkeiten (Reinigungs- und Lösungsmittel) bilden häufig eine unerkannte Brandgefahr. 

Umgang mit offenem Feuer erfordert immer besondere Vorsicht! Die Verwendung von Freigabescheinen ( Download) bei der Durchführung von Feuerarbeiten ist unbedingt anzuraten.
Unter Feuerarbeiten sind brandgefährliche Tätigkeiten zu verstehen, die mit offener Flamme durchgeführt werden oder bei deren Durchführung zündfähige Funken entstehen. Die Gefahr der unbeabsichtigten Zündung brennbarer Stoffe ist nicht nur in der näheren und weiteren Umgebung der Arbeitsstelle, sondern auch in darunter und darüber liegenden Räumen gegeben. Flammen und Funken können in Staub und Fugen lang anhaltende Schwelbrände verursachen, die erst Stunden nach Beendigung einer brandgefährlichen Tätigkeit zum Ausbruch kommen können.

Quelle: Riskplan Struck & Partner OEG

Woche 2 / 2006

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