| Keine Torschlusspanik bei privater Vorsorge! | |
| AKNÖ-Konsumentenschützer
warnen vor voreiligem Vertragsabschluss
"Es ist blanker
Unsinn, dass so manches Versicherungsunternehmen den Konsumenten mit dem
Slogan "am 32. Dezember ist es zu spät" zu einem voreiligen
Abschluss einer privaten Vorsorge drängen will", empört sich Mag. (FH)
Manfred Neubauer, Finanzexperte in der NÖ Arbeiterkammer. Werbesprüche
wie diese, die dem Verbraucher vorgaukeln, dass er bei Nichtabschluss
einer Lebensversicherung oder der staatlichen Zukunftsvorsorge das Geld
auf der Straße liegen lässt, sind dem nö. Konsumentenschützer schon
lange ein Dorn im Auge. Immerhin handelt es sich bei derartigen Abschlüssen
um langfristige Verträge. "Auch wenn es stimmt, dass mit nächstem
Jahr der Garantiezinssatz bei Lebensversicherungen sowie die staatliche Prämie
bei der Zukunftsvorsorge um 0,5% sinkt, heißt es noch lange nicht, dass
man jetzt sofort zur nächsten Versicherung oder Bank stürmen und seinen
persönlichen Vorsorgevertrag unterschreiben muss. Wer sagt denn, dass
sich der Konsument das auf Dauer überhaupt leisten kann? Altersvorsorge
macht nämlich überhaupt keinen Sinn, wenn man dabei sein Konto überziehen
muss", meint Neubauer. Der Finanzexperte weiß, wovon er spricht:
Immerhin werden in Österreich mehr als 50% der Lebensversicherungen
vorzeitig gekündigt oder aber beitragsfrei gestellt. Ein Verlustgeschäft,
denn bei vorzeitiger Kündigung liegt der Rückkaufswert vielfach weit
unter der Summe der bezahlten Prämien. Noch schlimmer sieht es bei der
staatlich geförderten Zukunftsvorsorge aus. Dazu Neubauer: "Bei
dieser Variante bleibt das investierte Kapital bis zum vertraglich
fixierten Laufzeitende dem vielleicht dringend notwendigen Zugriff
verwehrt. Das heißt, eine vorzeitige Auflösung ist nicht möglich!" |
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| Quelle: WMD-Brokerchannel |
Woche 46 / 2005 |
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